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www.rockhard.de

Ein gerade mal laues Lüftchen produziert die süddeutsche Sturmhexe auf ihrem neuesten Album "Eye Of The Storm". Nach vier guten Werken, die der Band eine zwar kleine, aber dafür eingeschworene Fanschar beschert haben, scheint jetzt der Abstieg vorprogrammiert. Entgegen aller Vernunft versucht man hier auf Biegen und Brechen, in die Erfolgs- und vor allem mehr Kohle verheißenden Kommerzgefilde vorzudringen. Beim Versuch bleibt's jedoch. Nichtssagende Songs, untermalt von poppigen Frauen-Background-Chören, ergeben den idealen Soundtrack für dieses tragische Geschehen, lediglich die eigenwillige, aber gelungene Mozart-Interpretation 'Rondo á la Turca' läßt kurz aufhorchen. Das war's dann aber auch schon. Mit fünf Punkten ist man noch gut bedient. Vor dem drohenden Untergang dürfte die Sturmhexe wohl nur noch ein Wunder retten können...

Verfasser: Wolfgang Schäfer
Ausgabe: Heft #34
Quelle: www.rockhard.de

www.underground-empire.com (erste Version)

Endlich ist sie fertiggestellt, die fünfte LP einer meiner Lieblingsbands aus Deutschland - STORMWITCH. Beim ersten Reinhören war ich doch reichlich geschockt, denn diese Platte klingt für STORMWITCH zunächst recht ungewöhnlich. Sämtliche Songs sind kommerzieller, die Gitarren sind weiter in den Hintergrund getreten und die Platte strahlt irgendwie eine ungewohnte Atmosphäre aus. Aber nach mehrmaligem Hören bin ich überzeugt, daß STORMWITCH nichts von ihrem Genie eingebüßt haben, sondern seit "The Beauty and the Beast" nur eine Entwicklung durchgemacht haben, die extremer ausgefallen ist, als ich das vermutet hätte. Zunächst wird auch bei Euch Begeisterung für "Paradise", "Heart of Ice" oder den Titelsong aufkeimen und nach und nach werdet auch ihr ohne ungewöhnlichere Tracks wie "Tarred & Feathered" nicht mehr leben können. Das geniale "Rondo a la Turca" ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Wie sagt man doch so schön - Ende gut - alles gut!

Quelle: www.underground-empire.com

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Auf ihrer vierten Scheibe »The Beauty And The Beast« setzte sich der Trend zu kommerzielleren Songs im glatterem Soundgewand bei STORMWITCH fort. Jedoch schaffte man es auf dieser Platte noch, die Komponenten "Metal" und "angepeilte bessere Verkäuflichkeit" harmonisch zu verbinden, so daß Songs wie ›Emerald Eye‹, der Titeltrack oder ›Russia's On Fire‹ gewiß zu den stärksten Nummern der Hexen gezählt werden dürfen, während ›Just For One Night‹ als einziger Ausfall angesehen werden muß. Außerdem enthält die Scheibe in Form von ›Tears By The Firelight‹ die "große STORMWITCH-Ballade".
Beim Nachfolger »Eye Of The Storm« nahm jedoch der Amerikanisierungsfaktor ein wenig zu sehr Überhand, so daß die Platte zwar unbestritten gut ausfiel und Songs wie ›Heart Of Ice‹ oder die Titelnummer großartig sind. Dennoch wurde die Platte hier und da zu seicht, so daß sie die schwächste Veröffentlichung des klassischen STORMWITCH-Teams ist, aber locker alles in den Schatten stellt, was die Band danach fabrizierte.
Diese beiden Platten wurden nun, jeweils um etliche Livesongs aufgestockt, auf CD wiederveröffentlicht, so daß wir - sofern noch eine Veröffentlichung der Livescheibe »Magyarországon« erfolgt ist - die ganzen alten Graupressungen in die Tonne treten können; oder zumindest wie in meinem Fall in den Schrank der Obskuritäten umtopfen können.

Quelle: www.underground-empire.com