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www.rockhard.de

Es gibt ihn noch, den Teutonenmetal. Trotz des sich ständig drehenden Trendkarussels liefern STORMWITCH im zehnten Jahr ihres Bestehens ihr sechstes Studioprodukt ab und setzen dabei unverändert auf Achtziger-Heavyrock. Stilistisch befindet man sich ungefähr in der Schnittmenge von Victory, Helloween und Iron Maiden, technisch zeigt die Band sich längst über alle Zweifel erhaben, und an der Produktion gibt's auch nix zu meckern. STORMWITCH wandeln allerdings ständig auf dem schmalen Grat zwischen Hymne und Kitsch, tendieren trotz einiger origineller Nummern ('Stranded', 'The King Of Winds') allzuoft zu letzterem. Insbesondere die Balladen lassen kein Fettnäpfchen aus, klingen entweder wie 'Wind Of Change Pt. 2' ('Sometimes'), verkorkste Multi-Kulti-Sessions ('Seven Faces') oder englischsprachige Versionen von ostfriesischen Godewind-Gassenhauern ('She's The Sun'). Ansonsten dürften STORMWITCH für jeden Verfechter der alten Metal-Schule interessant sein. Macht dank erstklassiger Gitarren- und Bassarbeit respektable sieben Punkte.

Verfasser: Michael Rensen
Ausgabe: Heft #91
Quelle: www.rockhard.de