Die Live-Platte "Live In Budapest" wurde nur in Ungarn in einer Auflage von 50.000 Stück veröffentlicht.



RockHard
Sorry, Jungs, aber leider kann ich eurer zweiten LP nicht viel Positives abgewinnen. "Tales Of Terror" ist meiner Meinung nach eine der vielen überflüssigen LPs aus deutschen Landen geworden, wie sie uns in letzter Zeit immer öfter beglücken. Die Band spielt durchaus nicht uninteressant, aber mit dem streckenweise wirklich erbärmlichen Gesang ist nicht viel zu holen. Nach dem hoffnungsvollen Erstling "Walpurgis Night" ist "Tales Of Terror" ein Eigentor geworden, dem ich nicht mehr als eine 5 zu geben in der Lage bin.
Verfasser: Frank Trojan
Ausgabe: Heft #13
Quelle: www.rockhard.de
www.metalspheres.de
Ja, endlich ist es Realität, die ersten 3 Stormwitch CDs gibt's nun auf CD. Ca. 20 Jahre mussten die Fans darauf warten. Ich hatte schon gedacht, daß es nie passieren würde und ich meine, von einem Kumpel mühsam von LP überspielte CD-Rs für immer hören müsste. Da kann man Battle Cry Records nur danken, daß sie sich dieser klasse Scheiben angenommen haben und diese würdevoll remastered mit Bonus Tracks und Linier Notes veröffentlich haben. Und kaum eine andere Band hätte es so sehr verdient, ihre alten Alben endlich auf CD zu sehen wie eben Stormwitch. Ich glaube, jeder Heavy und Melodic Metal Fan kann sich über dieses Ereignis nur freuen. Endlich bekommt man diese Klassiker des melodischen Teutonen Stahls mit erstklassigem Klang zu hören. Für mich klangen die alten Stormwitch stark nach Hammerfall, Iron Maiden und einem Schuß alter Omen und wer diese Bands gerne hört, der kann bei diesen fantastischen Wiederveröffentlichungen einfach blind zugreifen.
"Tales of Terror" war das zweite Album der Gruppe, das sich nahtendlos einreiht zwischen die anderen beiden der ersten drei Alben der Band, die allesamt erstklassigen Heavy Metal mit der nötigen Melodie bieten. 1985, also Mitte der 80er, auf den damaligen Metal Markt gebracht, war es ein beachtliches Album einer Band, die nach oben wollte und durchaus das Potential hierzu hatte. Die Kompositionen sind durchwegs gelungen und konnten schon damals (heute umso mehr) mit der Top-Liga der internationalen Konkurrenz mithalten. Die CD fängt mit dem ur-typischen Stormwitch Klang an, da "Point of no Return" auf jedem der ersten drei Alben der Band hätte sein können. Erstklassige Songs mit absolut packenden Riffs, schönen melodischen Leads und einer kompakten Rhythmussektion veredeln diesen Klassiker der Band. Stellvertretend hierfür ist vor allem besagter Song. Aber auch das nachfolgende "Hell's still alive" besitzt all diese exzellenten Attribute. Hier kann man deutlich Zeuge einer Band werden, die in der Blüte ihrer Jugend stand und großartige Songs schrieb, die auch 20 Jahre später zu den besten Metal Songs zahlen, die jemals veröffentlicht wurden. Stormwitch bleiben stets melodisch trotz der Power die in ihren Songs steckte. Vielleicht wurden sie deswegen nie wirklich bekannt, denn damals herrschte der Speed & Thrash Metal souverän in der Metal Welt und "normalen" Metal Bands (bis auf die großen etablierten) wurde nicht die nötige Beachtung geschenkt. Das unheimliche Gespür Stormwitchs für Melodie zeigte sich auch beim dritten Song des Albums, "Masque of the Red Death", einem tollen Song, der 100% nach den alten Stormwitch klingt. Irgendwie erinnern mich die alten Stormwitch an eine melodischere Version der alten Iron Maiden Alben. Für alle echten Heavy & Melodic Metal Fans sind daher die ersten drei Alben der Band ein Muß.
Auf dieser CD gibt es vier Bonus Tracks, davon sind ganze drei unveröffentlichte Lieder! Die Klangqualität hält sich zwar in Grenzen da sich um Live Aufnahmen aus den 80er Jahren handelt, musikalisch sind die Titel aber genauso gut wie die regulären Songs. Bleibt eigentlich nur noch zu sagen: Weiter so Battle Cry Records!
Quelle: www.metalspheres.de
www.underground-empire.com
Wenn man die Frage nach dem Besten, das Deutschland metallischerdings bislang hervorgebracht hat, stellt, muß sehr bald auf die STORMWITCH-Frühwerke stoßen. Und genau jene sind nun erstmals in vernünftiger Form auf CD veröffentlicht worden, während man sich bis dato nur mit verschiedensten zwielichtigen Ramschpressungen herumärgern mußte.
So präsentiert das '84er Debüt »Walpurgis Night« eine Band, die unbekümmert drauflosspielt, doch schon zu diesem Zeitpunkt ihren melodischen Heavy Metal erstaunlich gekonnt abfeuert. Auf dem Nachfolger »Tales Of Terror« von 1985 legte man jegliche Kinderkrankheiten ab und ließ nun verstärkt textliche Einflüsse von Schriftstellern wie Edgar Allan Poe (s. ›Masque Of The Red Death‹) zur Geltung kommen, was der Band den Titel "Masters Of Black Romantic" eintrug. Auf der im Folgejahr erschienenen dritten Scheibe »Stronger Than Heaven« führte die Band ihre Mischung aus Power und Melodie zur Perfektion und schuf ein echtes Meisterwerk. Auf diesem Album befindet sich neben dem besten STORMWITCH-Song ›Eternia‹ auch die Nummer ›Ravenlord‹, durch die dank der HAMMERFALL-Coverversion der Name STORMWITCH vor Jahren wieder in Gedächtnis zurückgerufen wurde.
Alle drei CDs wurden mit reichhaltigen Booklet ausgestattet und enthalten jeweils vier Bonustracks: Dabei handelt es sich zumeist um Liveaufnahmen, unter denen sich acht unveröffentlichte Songs befinden. Zwar ist die Klangqualität nur mittelprächtig, doch wen würde das stören, wenn diese Meilensteine der deutschen Metalgeschichte endlich für jedermann zugänglich sind?
Quelle: www.underground-empire.com
www.metal-district.de
Und weiter geht’s im Re-Release-Reigen der Band, die 1979 unter dem Namen Lemon Sylvan ins Leben gerufen wurde. Auf dem Zweitwerk „Tales Of Terror“ zeigten sich Stormwitch etwas gereifter und mit einer besseren Produktion ausgestattet. Auch die Künstlernamen wie Steve „Snake“ Merchant (alias Stefan Kauffmann) oder Lee Tarot (Harald Spengler) waren nun endgültig Programm und in Sachen Eigenständigkeit konnte man trotz des allgegenwärtigen Teutonenstahls zulegen. Mit „Masque Of The Red Death“ (ein zunächst eher ruhigerer Track, bei dem am Ende aber noch mal richtig Gas gegeben wird) und „Nightstalker“ (ein flottes Stück Edelstahl) waren auch wieder richtig starke Nummern am Werk, wobei das Niveau des Debüts nicht mehr ganz gehalten werden konnte. Auch „Tales Of Terror“ (Erstveröffentlichung 1985) wurde remastert, mit Liner Notes und Lyrics versehen und weist weiterhin vier Live-Tracks auf, die allerdings eher im Bootleg-Bereich anzusiedeln sind.
Quelle: www.metal-district.de
www.powermetal.de
Die Geschichte von STORMWITCH beginnt, als die drei Freunde Harald Spengler (Gitarre), Stefan Kauffmann (Gitarre) und Andy Mück (Gesang) beschließen, eine Heavy-Metal-Band zu gründen. Die passenden Mitstreiter sind schnell gefunden und STORMWITCH spielen auf unzähligen Feten in Jugendzentren und kleinen Clubs. Die Fan-Gemeinde wächst daraufhin immer weiter und die Nachfragen nach einem Tonträger werden lauter.
1984 ist es dann so weit und STORMWITCH nehmen ihr Debüt-Album "Walpurgis Night" auf. Mit Songs wie dem Titeltrack 'Walpurgis Night', dem finsteren 'Priest Of Evil' oder dem melodischen 'Skull And Crossbones' haben die Schwaben schon hier Klassiker am Start, die aus der STORMWITCH-Historie nicht mehr wegzudenken sind.
Trotz der vermehrten Live-Aktivitäten erscheint bereits ein Jahr später das zweite Album "Tales Of Terror", und für viele Fans gilt dieses Werk als legendär. Möglicherweise wurde der Kult um diese Scheibe dadurch forciert, weil das Masterband bei einem Brand zerstört wurde, und so weder Nachpressungen noch CDs möglich waren. Dementsprechend begehrt ist das Album seit vielen Jahren, und zahllose Fans mussten auf Songs wie 'When The Bat Bites', 'Night Stalker' oder 'Lost Legions' verzichten. - Nun sind seit der Veröffentlichung von "Tales Of Terror" fast 20 Jahre vergangen, und endlich findet sich mit Battle Cry Records ein Label, das diesen Klassiker - ebenso wie den Vorgänger "Walpurgis Night" und den Nachfolger "Stronger Than Heaven" - wieder ausgräbt und in einer remasterten Version der breiten Metal-Öffentlichkeit zugänglich macht ...
"Tales Of Terror" beginnt zunächst mit mehrstimmigen Chören, die abrupt durch Screams unterbrochen werden, sodass es mit 'Point Of No Return' richtig losgehen kann. Der Song wird auf der einen Seite vor allem von scharfen Gitarrenriffs dominiert, auf der anderen Seite steht aber auch der recht hohe Gesang von Andy im Vordergrund, sodass die Melodie hier keinesfalls zu kurz kommt. Insbesondere der Chorus bleibt schnell im Ohr hängen, aber das war ja schon immer ein Markenzeichen von STORMWITCH.
Nachdem die Rhythmussektion um Ronny Gleisberg (Bass) und Peter Langer (Schlagzeug) beim Opener etwas zurückstehen musste, dürfen sich die beiden zu Beginn von 'Hell's Still Alive' in Szene setzen, ehe auch die übrigen Sturmhexen wieder ins Geschehen eingreifen und ebenfalls zu gefallen wissen.
'Masque Of The Red Death' beginnt zunächst sehr ruhig, und auch sonst bleibt dieser Song über weite Strecken tempomäßig recht verhalten. Erst gegen Ende nehmen STORMWITCH erneut ordentlich Fahrt auf - angetrieben durch die zackigen Gitarrenriffs von Harald und Stefan.
Bei 'Arabian Nights' wird das Tempo hochgehalten, und vor allem in den Strophenteilen wird die Heaviness groß geschrieben. Die melodische Komponente bleibt dennoch nicht auf der Strecke und kommt vor allem in dem supereingängigen Chorus voll zum Tragen. (Dass im Instrumentalteil arabische Klänge eingebaut wurden, ist bei einem solchen Songtitel fast schon klar, oder?)
Mit 'Sword Of Saigon' folgt anschließend vielleicht das Highlight des Albums. Dieser Song beginnt zunächst mit einem gesprochenen Teil, der sogleich für einen epischen Charakter sorgt, bevor wieder der Ton die Musik macht. Mit zielsicheren Gitarrenriffs verfügt 'Sword Of Saigon' über ausreichend Härte und Power; das Stück bleibt trotzdem aber immer äußerst melodisch und eingängig, und gerade der Chorus ist absolut ohrwurmig.
Auch 'Trust In The Fire' kann man eine gewisse Eingängigkeit nicht absprechen. In diesem Fall liegt das aber weniger an der Melodieführung, sondern eher am leicht stampfenden Rhythmus und dem dazu passenden schweren Grundriff - stimuliert hervorragend die Nackenmuskulatur.
Nach diesen beiden Ausflügen in eher midtempomäßige Gefilde gehen STORMWITCH bei 'Night Stalker' wieder ziemlich flott zu Werke und bleiben den Beweis nicht schuldig, dass sie sich auch im härteren Bereich durchaus wohl fühlen.
Auch 'Lost Legions' drückt ganz gewaltig aus den Boxen und kann sich über mangelnde Heaviness nicht beklagen, obwohl die Gitarrenriffs gemächlicher, aber deswegen keineswegs kraftloser daherkommen. Im Vergleich zu den vorhergehenden Songs singt Andy hier noch eine Stufe höher, bewegt sich aber trotzdem noch im schmerzfreien Bereich.
Für den Schluss haben sich STORMWITCH ein richtiges Schmankerl aufgehoben, nämlich 'When The Bat Bites'. Die Schwaben agieren hier wieder einmal recht flott, und nicht einmal zum Refrain hin wird das Tempo großartig herausgenommen. Das soll jetzt aber nicht heißen, dass dieser untergeht - im Gegenteil. Da er kurz und prägnant ausgefallen ist, verfehlt er seine Wirkung nicht.
Neben diesen neun Songs des regulären "Tales Of Terror"-Albums haben Battle Cry Records auch noch vier Bonustracks auf den Silberling gebannt. Dabei handelt es sich ausnahmslos um Live-Aufnahmen, doch da nur 'Arabian Nights' bislang als Studiotrack veröffentlicht wurde, bieten diese Stücke trotzdem einen richtigen Mehrwert. Qualitativ fallen auch die Midtemponummer 'Bloodsucker', das flotte 'Evil Omen' und das weitgehend recht ruhige 'White Saints In Hell' im Vergleich zu den übrigen Songs nicht ab. Nur die Soundqualität lässt doch sehr zu wünschen übrig, aber da es sich um Aufnahmen aus den Achtzigerjahren handelt, ist diese Tatsache nicht weiter verwunderlich.
Da der Re-Release von "Tales Of Terror" darüber hinaus mit dem Originalcover, mit sämtlichen Texten und auch mit Linernotes daherkommt, bleibt mir hier gar nichts anderes übrig als eine unbedingte Kaufempfehlung auszusprechen. Wer auf traditionellen melodischen Metal steht und hier nicht zuschlägt, dem ist nicht mehr zu helfen ...
Anspieltipps: Point Of No Return; Sword Of Saigon; When The Bat Bites
Quelle: www.powermetal.de
www.eternitymagazin.de
Schon ein Jahr nach dem Debut „Walpurgis Night“ kam der nächste Streich der Masters of Black Romantic. Tales of Terror vereinte wieder alle Trademarks der Band, geniale Melodien, sowohl von Gitarren als auch Gesang, interessante Rythmuswechsel und sehr stimmungsvolle Songs, die allesamt das gewisse Gänsehaut-Feeling eines Gewitterabends mit nem Buch von E.A Poe haben. Der Sound ist gegenüber dem Erstling verbessert, auch die Harmonien, die Soloparts, die Hexen haben ihren Sound 85 bereits fast endgültig definiert gehabt, so dass die Zukunft golden schein. Der Sound war nicht mehr sofort als „deutsch“ zu erkennen, man hatte sich von den etwas abgegriffenen Riffs der deutschen Heavy Metal Bewegung abzusetzen begonnen. Wer heute nach einer vergleichbaren Band sucht, der wird schnell bei Cloven Hoof landen. Der Härtegrad wurde um ein winziges Quäntchen zurückgeschraubt, dafür mehr Wert auf die Melodien gelegt, ebenso hatte man nun auch Erzählerparts wie am Anfang von Sword of Saigon. Die Kompositionen wirkten durchdachter, erwachsener, ohne dabei aber das Feuer und die mystische Energie zu verlieren. Songs wie Arabian Nights funktionieren auch heute noch problemlos und können die überwiegende Masse der heutigen „True Metal“ Kapellen auf die Plätze verweisen. Nicht zuletzt dieser Klasse ist es zu verdanken, dass der Name heute noch lebendig ist. Auch das Album gehört in jede Sammlung. Praise Preisig!
Quelle: www.eternitymagazin.de


