Das Pergament auf dem Backcover von "Tales Of Terror" wurde von Anton Werdon, einem Lehrer aus Gerstetten beschriftet. Im Studio wurden die Löcher für die Fotos dann mit einer Kerze hinzugefügt - was fast das Kunstwerk zerstörte!



www.rockhard.de
Nach jahrelanger Auszeit meldete sich Sänger Andy Mück mit den neu formierten STORMWITCH bereits 2002 eindrucksvoll zurück und legt nun mit dem mittlerweile neunten Studioalbum der Band nach. Herausgekommen ist eine abwechslungsreiche Scheibe, die den Fans der Schwaben genau das bietet, was sie erwarten, und die den Spirit der Frühwerke gelungen aufgreift. Dabei zu hören: flotte, teilweise poppige Nummern (´Salome´, ´The Kiss Of Death´, ´Puppet In A Play´), schleppendes, mystisches Material (´Witchcraft´, ´Moonfleet´), hymnische Songs (´The Drinking Song´, ´The Sinister Child´) und ruhige, fast schon kitschige Stücke (´Sleeping Beauty´, ´Falling From God´).
Die sechs Jungs (Andy Mück ist weiterhin das einzige Mitglied aus der Phase vor dem Comeback) demonstrieren damit unmissverständlich, dass sie weiterhin die „Masters of Black Romantic“ sind, ihren eigenen Stil gefunden haben und diesen konsequent pflegen. Nicht zuletzt deshalb kann die Gruppe einerseits auf eine loyale Fanschar bauen, andererseits ist man wegen zu melodischer Nummern, übertriebener Chöre (´Fallen From God´ ist da ein passendes Beispiel) und der konzeptionellen Ausrichtung alles andere als True Metal und polarisiert dementsprechend. Ihre alten Fans können allerdings bedenkenlos zugreifen.
Verfasser: Wolfram Küper
Ausgabe: Heft #211
Quelle: www.rockhard.de
www.metal-district.de
Endlich ist sie fertiggestellt, die fünfte LP einer meiner Lieblingsbands aus Deutschland - STORMWITCH. Beim ersten Reinhören war ich doch reichlich geschockt, denn diese Platte klingt für STORMWITCH zunächst recht ungewöhnlich. Sämtliche Songs sind kommerzieller, die Gitarren sind weiter in den Hintergrund getreten und die Platte strahlt irgendwie eine ungewohnte Atmosphäre aus. Aber nach mehrmaligem Hören bin ich überzeugt, daß STORMWITCH nichts von ihrem Genie eingebüßt haben, sondern seit "The Beauty and the Beast" nur eine Entwicklung durchgemacht haben, die extremer ausgefallen ist, als ich das vermutet hätte. Zunächst wird auch bei Euch Begeisterung für "Paradise", "Heart of Ice" oder den Titelsong aufkeimen und nach und nach werdet auch ihr ohne ungewöhnlichere Tracks wie "Tarred & Feathered" nicht mehr leben können. Das geniale "Rondo a la Turca" ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Wie sagt man doch so schön - Ende gut - alles gut!
Quelle: www.metal-district.de
www.sleaze-metal.com
Die Karriere von “Stormwitch” begann im Jahre 1984 als sie mit einem wahren Metal Inferno in der Szene Auftauchten. Alben wie „Valpurgis Night“ oder „Stronger than Heaven“ haben absoluten Kult Faktor und gelten als Klassiker in diesem Genre. Nach eine Pause von nicht weniger als acht Jahren, kam es dann vor gut zwei Jahren zu einem Comeback dieser Band. Wiederum zwei Jahre später beglückt und die „Hexe“ mit einem neuen Album das sich „Witchcraft“ nennt. Die alten Fans von „Stormwitch“ muss ich aber gleich zu Beginn enttäuschen, nein die Band geht nicht „Back to the Roots“ und feuert mit klassischen Heavy Metal Melodien und Riffs um sich. „Witchcraft“ ist ein sehr ruhiges Album, schon fast besinnlich mit einem leichten Medivian Touch. Als sich der Schock bei mir erst einmal gelegt hat, musste ich aber feststellen das sich doch so einiges hinter diesem Album verbirgt das erst mit der Zeit sichtbar oder besser gesagt hörbar wird. Der Opener „The Sinister Child” zum Beispiel glänzt durch einen wunderbaren Refrain, genau wie das traumhaft schöne „Fallen from God“. Ich wusste gar nicht das „Andy Mück“ auf so hohem Niveau singen kann, der Mann verfügte zwar immer über eine charismatische Stimme, doch diese war technisch gesehen, immer ein wenig limitiert. Was mir auf „Witchcraft“ aber fehlt ist die „Power“ – „Untill the War will End“ brettert eigentlich richtig ab, nur es fehlt eindeutig der Druck in der Musik. Bombastisch wird es bei dem Titeltrack zu „Witchcraft“, hier fahren die Jungs richtige Doom Gitarren auf, hört sich zwar gut an, aber die Energie fehlt auch bei diesem Song. So genug der negativen Äußerungen. Für die Mittelalter Freunde befindet sich auch ein Track auf „Witchcraft“ und zwar die märchenhafte Ballade „Sleeping Beauty“ , die Burgdame bittet zum Tanz und wer kann da schon „nein“ sagen. „Stormwitch“ verzichten auf diesem Album zwar „fast“ ganz auf die Heavy Metal Roots, was aber nicht heißt das die Scheibe nicht über eine große Klasse verfügt. Songtechnisch befindet sich „Witchcraft“ wahrlich auf hohem Niveau, die Musik ist sehr besinnlich. Der eint oder andere „Breaker“ gibt’s aber auch hier zu hören in Form von „Puppet in a Play“ oder „Salome“. Für mich als Fan dieser Band ist hier keine Welt zusammengebrochen, die Songs sind einfach gut, man darf einfach kein hartes Album erwarten aber eine gewisse Enttäuschung ist wahrlich spürbar.
Quelle: www.sleaze-metal.com
www.powermetal.de (Review 1)
Das letzte Studioalbum "Dance Of The Witches" markierte zwar das Comeback der legendären STORMWITCH, jedoch konnte die Scheibe bei weitem nicht an die Klassiker aus der frühen Schaffensphase der Band um Frontmann Andy Mück herankommen. Immerhin konnte die reformierte Truppe live überzeugen und so auch ihre Fans bei der Stange halten, die sich nun beim nächsten Longplayer folgerichtig auch einiges mehr erhofft haben. Doch auch "Witchcraft" ist ein bestenfalls durchschnittliches Album mit einigen wenigen guten Momenten geworden, die sich zum größten Teil am Ende der Platte befinden.
Zunächst ist nämlich einmal Zeit zum beherzten Gähnen angesagt, weil der recht unspektakuläre Midtempo-Opener 'The Sinister Child' und das von fürchterlich hohem Gesang begleitete 'At The Break Of This Day' so gerade dem unteren Standard der heutigen Melodic-Metal-Szene gerecht werden. Fast noch schlimmer ist 'Fallen From God', welches wie eine etwas härtere Schlager-Nummer klingt und dementsprechend nur die ganz Soften aus den Schluppen reißen kann - mich jedenfalls langweilt diese Komposition ganz gewaltig. Das von knackigen Gitarren geführte 'Frankenstein's Brothers' gelobt dann endlich mal Besserung, und auch das melodische Doublebass-Stück 'Until The War Will End' sowie der stampfende, aber etwas langgezogene Titelsong gehen voll in Ordnung, bevor mit dem fast schon weihnachtlich-kitschigen 'Sleeping Beauty' die Rückkehr zur Durchschnittlichkeit erfolgt. Bei 'Puppet In A Play' unternehmen STORMWITCH schließlich den Versuch, ähnlich wie IRON MAIDEN einen Song spannend und ruhig aufzubauen und ihn schließlich nach einigen Minuten explodieren zu lassen - leider bleibt es beim Versuch ...
'The Kiss Of Death' ist traditioneller Hardrock mit ACCEPT-Gitarren und somit völlig okay. Gleichzeitig eröffnet es die stärkste Phase des Albums, in der mit dem langsam marschierenden und sphärischen 'Moonfleet', dem orientalischen 'Salome' und dem flotten 'The Drinking Song' dann doch noch einige Highlights folgen, mit denen man aufgrund des drögen Restmaterials schon gar nicht mehr gerechnet hätte.
Aber das rettet dann auch nichts mehr; "Witchcraft" ist und bleibt ein enttäuschendes Album und wird dem guten Ruf von STORMWITCH erneut nicht gerecht. Momentan gehen Gerüchte über die endgültige Auflösung der Band um, und wenn man nicht weiter am Mythos kratzen will und man nur noch dazu in der Lage ist, halbgare Platten wie diese hier auf den Markt zu bringen, dann wäre das - man möge mir diesen Satz nicht übelnehmen - wohl das Allerbeste. In dieser Form können STORMWITCH sich jedenfalls nur selber schaden!
Anspieltipps: Frankenstein's Brothers, Moonfleet, The Drinking Song
Quelle: www.powermetal.de
www.powermetal.de (Review 2)
Die Geister, die sie riefen.
STORMWITCH haben sich bekanntlich mal wieder zusammengetan, um ein neues Album herauszubringen. Nach acht Jahren Pause kam 2002 das total verkorkste "Dance With The Witches" raus, das gerade mal absolut schmerzlose Beinhart-Fans begeistern konnte. Dessen nicht genug, wird nun zwei Jahre später ein erneuter Anlauf auf den Ruhm der 80er gestartet, und ich muss mich fragen, ob Musiker schon beim Einspielen bemerken, dass die Mucke nichts wird, oder ob sie dermaßen von sich überzeugt sind, dass sich ihr inneres Ohr total verdreht.
Wie man zum Beispiel einen Titel wie 'Fallen From God' als lustig-kitschige Kinderhymne gestalten und auf dem Rest des Albums den Wiedererkennungswert à la "Das hab ich doch vorhin schonmal gehört!" kompensieren kann, ist mir ein absolutes Rätsel.
Natürlich hat die Band den ewigen Klonen der Szene immer noch einiges voraus, aber man ist von einer Größe, die es in den 80ern in nahezu jedes wohlsortierte Plattenregal schaffte, eben Besseres gewohnt. So plimpert "Witchcraft" lustlos vor sich hin und man wartet vergebens auf den schneidenden Punkt, an dem mit Schwung ausgeholt wird, um an alte Tage anzuschließen.
Nur für absolute Fans, ansonsten nichts wirklich Überzeugendes.
Anspieltipps: Until The War Will End
Quelle: www.powermetal.de
www.vampster.com
STORMWITCH haben drei Probleme, die ihnen bei jeder neuen Albumveröffentlichung erneut zu schaffen machen. Sie heißen "Walpurgis Night", "Stronger Than Heaven" und "Tales Of Terror" und sind die Titel der Alben, die die Band von 1984-1986 veröffentlichte. Alben, die völlig zu Recht als "Klassiker" bezeichnet werden und an deren Qualität sich die Band mit jeder neuen Veröffentlichung messen lassen darf/muss.
Ich finde zwar "The Beauty And The Beast" (1987) und "Eye Of The Storm" (1989) fast noch einen Tick besser, aber leider hatten STORMWITCH (wie ich finde) ihr kreatives Pulver spätestens mit Veröffentlichung der letztgenannten Scheibe verschossen.
ALLE Alben danach konnten (mich) nie in ihrer Gesamtheit überzeugen. Die häufig wechselnden Mannen um den mit einer charismatisch-unverwechselbaren Stimme ausgestatteten Andy Mück (alias Andy Aldrian) waren zwar stets in der Lage gute und bessere Songs zu schreiben, hatten aber auch immer (zuviele) Stücke am Start, die an Belanglosigkeit kaum zu übertreffen waren und dafür sorgten, dass die Alben stets einen zwiespältigen Eindruck hinterließen.
Einen solchen hinterlässt auch das nun veröffentlichte neunte Studioalbum "Witchcraft" bei mir. Dabei ist "Witchcraft" unterm Strich nicht anderes als ein typisches STORMWITCH-Album geworden - also genau die Art Album, das die immer noch recht zahlreichen Fans erwartet haben.
Für mich halten sich Licht und Schatten zu sehr die Waage um von einem überzeugenden Album berichten zu können.
Neben wirklich guten, flotten und knackigen Albumhighlights wie "Frankenstein´s Brothers", "Until The War Will End" oder "Puppet In A Play" oder dem ACCEPT-igen "The Kiss Of Death" hat die Band mit "Sleeping Beauty" eine so was von schnulzig-kitschige Ballade am Start, dass man fast den Begriff "Schunkel Metal" erfinden möchte. Oder gibt es diesen Begriff schon?
Auch das mit einem Kinderchor angereicherte "Fallen From God" könnte es vom Härtegrad her mit (fast) jedem in den handeslüblichen Schlagersendungen zu hörenden Songs aufnehmen. Übel, ganz übel!
Als gelungen kann man auch noch den flotten "Drinking Song" und den hymnenhaften Titeltrack bezeichnen. Im krassen Gegensatz dazu stehen der im miefigen Midtempo vorgetragene Opener "The Sinister Child" (einfach nur bieder und unspektakulär) und "At The Break Of This Day" (durch den in KING DIAMOND-Höhen stattfindenen Gesang einfach nur nervig - dabei ist der Song an sich gar nicht schlecht und ich bin wirklich ein bekennender KING DIAMOND-Fan).
Was die handwerklichen Fähigkeiten der Musiker/Songschreiber betrifft gibt es keinen Grund zu meckern - und auch am Sound gibt es kaum etwas auszusetzen. Auch das zweifelsohne vorhandenen Facettenreichtum spricht eigentlich eher für als gegen den Erwerb von "Witchcraft".
Aber was nützen all die unterschiedlichen Facetten und ein nicht zu leugnendes Abwechslungsreichtum, wenn dermaßen viel Belanglosigkeit, Leerlauf und Langweile den Weg auf das Album gefunden hat.
Fazit: Die Band hätte eine wirklich geile Sechs Songs-EP veröffentlichen können, aber leider hat sich die schwäbische Sturmhexe für die Veröffentlichung dieses "full length"-Albums entschieden, das in seiner Gesamtheit den o.g. zwiespältigen Eindruck (bei mir) hinterlässt. Schade!
Quelle: www.vampster.com
www.metal.de
Nachdem Stormwitch 2002 als weiteres deutsches Heavy Metal Urgestein mit einer Reunion zurück auf den Weg der Tugend gefunden haben, schieben die Schwaben mit "Witchcraft" einen würdigen Nachfolger zum Wiedervereinigungsalbum "Dance With The Witches" nach. Dabei schaffen es die Mannen um Stimme Andy Mück wunderbar, ihre Wurzeln aus den Achtzigern und frühen Neunzigern würdig ins neue Jahrtausend zu verpflanzen. Dass es Stormwitch schon immer verstanden haben, Klassiker zu fabrizieren, haben sie mit Songs des Kalibers eines "Rats In The Attic" oder eines "Ravenlord", das übrigens von Hammerfall gecovert wurde, oft genug bewiesen. Dass sie diese Fähigkeit trotz seit der Reunion nahezu vollständig ausgewechselter Mannschaft noch immer beherrschen, zeigen sie auch auf "Witchcraft" einmal mehr. Jeder alte Fan darf beruhigt aufatmen, denn die "Masters Of Black Romantic" werden auch heute noch ihrem Ruf gerecht, jedoch immer mit einigen Überraschungen im Ärmel, die auf "Witchcraft" teilweise recht wunderliche Züge tragen! Den Anfang macht ein im gemäßigten Tempo angesiedeltes "The Sinister Child", das mit seinem eingängigen Chorus und seiner halbballadesken Natur sofort zum Ohrwurm mutiert. In dieselbe Kerbe schlägt übrigens der Titeltrack, der mit seinem hymnischen Chorus derart zum Mitsingen animiert, dass er ohne Frage das Zeug zum Klassiker hat! Nur schade, dass die Band nicht vorhat, öfter live in Erscheinung zu treten, denn da dürfte er ganze Fanscharen zu einem Chor zusammenschweißen! Auch im Midtempo gehalten besticht "Witchcraft" vor allem durch sein balladeskes Wesen, das vor allem durch die subtile Akustikgitarre zum Ausdruck kommt. Trotz diesen eher ruhigen Momenten finden sich auf der Scheibe jedoch auch andere Seiten: "Puppet In A Play" zum Beispiel rockt im Uptempo aus den Boxen und erinnert an alte Speed Metal Heroen. "Frankenstein's Brothers" erinnert nicht nur im Titel an Alice Coopers "Feed My Frankenstein" sondern auch durch seine "Monsterstimmung", die durch fiese Chöre und einen treibenden Rhythmus erzeugt wird. Zum skurrilsten, was die Platte zu bieten hat, gehört jedoch unzweifelhaft "Fallen From God", welches ganz im Gegensatz zu seinen recht nihilistischen Lyrics mit einer bunt-fröhlichen Melodie daherkommt und mit einem waschechten Kinderchor ausklingt (der übrigens auch in "Moonfleet" noch einmal zum Einsatz kommt)! Andy hat wirklich nicht zuviel versprochen, als er sagte, Stormwitch seien immer für eine Überraschung gut. Recht hat er!
Quelle: www.rockhard.de


